Ich schreibe normalerweise keine langen Briefe. Im Laden habe ich lieber geredet, bei einer Tasse Kaffee zwischen den Kleiderständern. Aber jetzt, wo ich bald zum letzten Mal abschließe, möchte ich Ihnen etwas erzählen, das ich nicht einfach auf ein Schild schreiben kann.
Es geht um einen Winter, einen Pinsel und meine älteste Freundin.
Mila Haus gibt es seit 28 Jahren. Ich habe das Geschäft mit Anfang dreißig eröffnet, mit einem kleinen Kredit und viel zu großen Plänen. Ich habe Hochzeitsgäste eingekleidet, Mütter für die Taufe ihrer Enkel, Frauen, die nach einer Scheidung wieder Mut zur Farbe brauchten. Ich habe so viele Geschichten gehört, dass ich sie nicht mehr zählen kann.
Irgendwann merkt man, dass man in einem Laden alt geworden ist, in dem man einmal jung angefangen hat. Und dass es Zeit ist, ihn mit Anstand zu übergeben, an die Ruhe.
Als ich im Frühjahr meiner Freundin Hanna erzählt habe, dass ich aufhöre, war sie zuerst still. Hanna und ich kennen uns seit der Schulzeit. Sie ist Malerin geworden, ich Händlerin. Sie hat immer gesagt: „Mila, du verkaufst Farben, ich male sie.“
Am nächsten Morgen rief sie mich an. „Lass uns etwas zusammen machen. Ein letztes Mal. Etwas, das bleibt.“

Auf Hannas Tisch: Skizzen, Farbproben und Stoffmuster.
So ist unsere Kunstkollektion entstanden. Hanna und befreundete Künstlerinnen haben Bilder gemalt, und wir haben sie in Jacken und Mäntel übersetzt: Farbverläufe, Streifen, geometrische Formen, abstrakte Muster. Jedes Stück trägt den Namen, den wir ihm gegeben haben, Olive, Blair, Rowan, Parker …
Wir haben zusammen am Küchentisch gesessen, Entwürfe hin- und hergeschoben und gelacht wie vor vierzig Jahren. Es war die schönste Arbeit meines Berufslebens.

Drei der fertigen Stücke, nebeneinander ausgestellt.
Eine Freundin hat mich gefragt, warum ich die Stücke nicht zum vollen Preis verkaufe, solange es sie gibt. Ich habe lange darüber nachgedacht. Die Antwort ist einfach: Ich möchte, dass sie getragen werden, nicht dass sie im Schrank von jemand anderem hängen. Und ich möchte nach 28 Jahren nichts im Lager zurücklassen.
Ein Mantel gehört nicht ins Lager. Er gehört auf die Schultern einer Frau, die damit zum Bäcker geht und angesprochen wird.

Vier Frauen, vier Stücke: so sollen die Farben getragen werden, im Alltag.
Nach 28 Jahren verabschiede ich mich, und deshalb löse ich die letzten Produkte mit Rabatten von bis zu 60 % auf. Die Stücke dieser Kollektion kosten CHF 49.95 statt CHF 125.00.
Bei mehreren Stücken kommt automatisch ein Mengenrabatt dazu: 10 % bei zwei, 15 % bei drei, 20 % bei vier und 25 % ab fünf Stücken. Der Versand ist kostenlos, und Sie können innerhalb von 30 Tagen zurückgeben.
Wenn Sie schon lange bei mir einkaufen, danke ich Ihnen von Herzen. Wenn Sie mich noch nicht kennen, laden Sie sich diese Farben ins Leben. Gönnen Sie sich ein Stück, das Sie nicht „vernünftig“ finden, sondern schön.
Und wenn Sie es tragen, denken Sie ein bisschen an zwei Frauen, die vierzig Jahre Freundschaft in ein paar Mäntel gelegt haben.
Danke, dass Sie Teil unserer Geschichte waren.
